Küche unseres Lieblingsrestaurants - gute Köchinnen und alles pico bello sauber
Oh du meine Güte, so hoch muss ich noch

4.-10. 7. 2012 Tamschi  - Issyk Köl See –– umringt von Schneebergen

Hier lassen wir für ein paar Tage die Seele baumeln. Von Andreas und Claudia Hülsmann  hatten wir den Tipp mit dem Hotel bekommen. Schönes Zimmer, traumhafter Ausblick, doch leider war die Matratze so hart, dass man Druckstellen bekam und sich dadurch ständig drehen musste. Man spürte die Eisenfedern durch und die Auflage war einfach zu dünn. Wir baten um Polsterung und nach 4 Auflagen darüber, kamen wir uns vor wie im Märchen: Die Prinzessin auf der Erbse.

Es war richtig viel los am Strand, aber alles Einheimische, wir waren die einzigen Touris. Das änderte sich nach 3 Tagen,  bis Claudia und Kai sich unser Hotel anschauten und sich erkundigten, wie es hier so wäre. Sie hätten ein Zimmer im Dorf (Ökotourismus) aber es wäre schon ziemlich einfach. Zimmer winzig und Dusche und Toilette im Garten. Die berühmten Toiletten auch noch, wo man es nur mit Luft anhalten aushält. Kniebeugenübungen vor so einem Urlaub wären auch angebracht.

Mal wieder ein Abend in Gesellschaft ist richtig schön. Wir fuhren am nächsten Tag aber weiter nach Karakol, wollten wir doch den See umrunden. Hier trafen wir auf vier Schweizer, die auch mit dem Motorrad unterwegs sind.  Super nette Kerle und auch hier war der Abend bei gutem Essen und Bier sehr kurzweilig.

Von hier aus war eine kleine Sightseeing Tour zu einem Wasserfall eingeplant.

Eine unbefestigte Straße mit 7 Brücken galt es da zu meistern und wir hatten nur normale Schuhe an. Nach der 3. Brücke auf Hoppelstrecke parkten wir das Motorrad, Wolfgang hielt mutig einen Kleinbus an, der meiner Meinung nach voll besetzt war, und bat um Mitnahme. Eine Gruppe Kasachen rückte zusammen, Wolfgang mitten rein und ich bekam den Platz der Reiseführerin (die sehr gut Englisch sprach), die sich kurzerhand hinstellte. Die Neugierde war natürlich groß und sie wollten alles Mögliche wissen und nach fast jeder Antwort wurde freudig geklatscht.

Noch schnell ein Gruppenfoto und danach stiegen sie wie die Wiesel den Berg hinauf und wir schnauften hinterher. Aber dieses Mal gaben wir nicht auf, nach ungefähr 3/4 Stunde aufwärts erreichten wir einen eher kleinen,  aber hübscher Wasserfall.

Zurück nahm man uns auch wieder mit, alle raus ums Motorrad geschart, ein Jubelruf, gute Wünsche und weg waren sie. Sowas vergisst man sicher nie.

Eigentlich wollten wir noch einmal so richtig in die Bergwelt des Tian Shan-Gebirges, Grenzgebirge zu China, eintauchen. Zwei Pässe über 4000 m fahren und die Landschaft genießen.  Leider regnete es und die Wolken hingen tief, von Schneegipfeln war nichts zu sehen. Der höchste Berg ist immerhin 7010 m hoch.

Es kühlte auch empfindlich ab und so fuhren wir einfach durch nach Bischkek zurück. Im Hotel trafen wir auf eine Gruppe von Australiern und Neuseeländern, die mit 12 Motorrädern unterwegs waren.

Erst trifft man fast niemanden die ganze Reise und dann plötzlich hintereinander.

Auch wenn die Menschen in Kirgistan eher zurückhaltend sind, das Land längst nicht so gut entwickelt ist wie Kasachstan und Usbekistan, hat es uns super gut gefallen. Die Landschaft ist der Traum und die Nomadenkultur bereichert das Ganze.

Dazu Diaschau Kirgistan 2

Ab hier geht die Reise wieder nach Kasachstan, Bericht S. 3

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